In-App Werbung

Google Ads ändert Ausrichtung und Ausschlüsse für Mobilgeräte

Wer in Google Ads Werbung im Display Netzwerk schaltet, kennt den häufigen Tipp: Die Anzeigen sollten nicht in Apps geschaltet werden. Oft verursachen sie hohe Kosten, ohne einen Nutzen zu bringen. Denn oft klicken die Nutzer eher zufällig darauf. Um die Apps als Placement auszuschließen liefert Google sogar selbst eine einfache Anleitung:

  1. Klicken Sie auf dem Tab Displaynetzwerk auf „Kampagnenausschlüsse“.
  2. Fügen Sie den folgenden Link im Abschnitt „Placements“ genau wie hier ein, d. h. ohne „www“: adsenseformobileapps.com

Doch genau diese (einfache) Möglichkeit soll künftig wegfallen. Wie Google jetzt per E-Mail mitteilt, werden ab September 2018 keine Placement-Ausschlüsse über die URL adsenseformobileapps.com und den Inhaltstyp „Mobile GMob App ohne Interstitial“ in Google Ads mehr möglich sein.

Weiterhin soll es Änderungen beim Ausrichten von Google Displaynetzwerk-Anzeigen auf Mobilgeräte geben. Die Geräteeinstellungen werden dann in drei Typen – Computer, Mobilgeräte und Tablets – zusammengefasst. In einem Hilfe-Artikel fasst Google die Änderungen zusammen.

Was ändert sich?

Wegfall des auszuschließenden Placements „adsenseformobileapps.com“

Google entfernt dieses Placement, mit dem die Ausrichtung auf das gesamte App-Inventar sowie das Ausschließen des App-Inventars möglich ist. Damit werden in den Kampagnen auch Anzeigenschaltungen in Apps zu sehen sein. Laut Google sollen die Werbetreibenden künftig mithilfe der Geräteeinstellungen bestimmen, über welchen Kanal Ihre Anzeigen ausgeliefert werden.

Wegfall des auszuschließenden Inhalts „GMob-Mobile App (keine Interstitial-Anzeigen)“

Auch diese Einstellung wird entfernt. Sie führt ebenfalls dazu, dass die Anzeigen in Apps angezeigt werden und damit zusätzliche Klicks erzeugen.

Einfachere Ausrichtung auf Geräte

Die Ausrichtung von Google Ads Kampagnen auf Geräte wird zusammengefasst. Damit werden künftig nur noch Ausrichtungen auf „Computer“, „Mobil“ und „Tablets“ zur Verfügung stehen. Bisher ist es möglich, für die Ausrichtung von Display-Kampagnen bestimmte mobile Kategorien zu verwenden, etwa „Mobile App“, „Interstitial in Smartphone-App“ oder „Mobiles Web (Smartphones)“ bzw.  „Tablet-Apps“, „Interstitial in Tablet-App“ oder „Mobiles Web (Tablets)“. Mit diesen Einstellungen lassen sich bisher auch Apps auf mobilen Geräten und Tablets ausschließen.

Google Ads Kampagnen-Ausrichtung auf Geräte
Bisher: Spezifische Ausrichtung auf Apps und mobiles Web möglich

Welche Auswirkungen haben die Änderungen?

Google spricht davon, dass das Ausrichten von Google Displaynetzwerk-Anzeigen auf Mobilgeräte sowie für das Ausschließen von Mobilgeräten damit einfacher wird. Die Werbetreibenden sollen damit einfacher mobile Nutzer erreichen können. Gleichzeitig schreibt Google selbst, dass durch die Änderungen die Anzahl der Zugriffe über mobile Apps oder Websites stark ansteigen kann. Wer also bisher die genannten Möglichkeiten zum Ausschließen von mobilem Traffic genutzt hat, wird mit höheren Kosten rechnen müssen.

Kann ich mobile Apps weiterhin gezielt ausschließen?

Diese Frage ist natürlich besonders spannend für alle, die bisher gerne das ausschließende Placement „adsenseformobileapps.com“ in ihren Display-Kampagnen genutzt haben. Aktuell scheint dafür noch eine Möglichkeit zu geben: App-Kategorien ausschließen. Diese finden Sie unter „Placements“ – „Ausschlüsse“. Hier können Sie dann alle oder nur bestimmte App-Kategorien auf Konto- oder Kampagnen-Ebene ausschließen.

Google Ads: App Kategorien ausschliessen
Google Ads: App Kategorien ausschliessen

Übrigens: Google empfiehlt, die Einstellungen jetzt zu überprüfen und pauschale App-Placements und -Ausschlüsse zu entfernen. Damit können sie Ihre Google Ads Kampagnen jetzt schon auf die Änderung vorbereiten, die im September in Kraft tritt, und erste Erfahrungen mit den neuen Einstellungen sammeln.

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