Website Redesign

3 fatale Fehler beim Webshop-Relaunch aus AdWords Sicht

Es gibt unzählige Checklisten, was bei einem Webshop Relaunch beachtet werden soll. Die meisten davon gehen auf die Aspekte ein, die aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung beachtet werden sollen. Doch auch aus Sicht von Suchmaschinenwerbung sollten zumindest einige dieser Punkte besonders beachtet werden. In diesem Beitrag fasse ich einige Aspekte zusammen, die insbesondere eine Auswirkung auf Google AdWords Shopping Kampagnen haben.

1. robots.txt: Alle Seiten fürs Crawling gesperrt

Beim Vorbereiten eines Relaunchs ist es schon sinnvoll, die neuen Webseiten für Suchmaschinen-Crawler zu sperren. Am einfachsten ist es mit den folgenden Anweisungen in der robots.txt Datei erledigt:

Ganz wichtig, nachdem die neue Website bzw. der neue Webshop ‚live‘ ist sollen die Crawler die Website wieder lesen dürfen. Damit der Googlebot den Webshop also wieder herunterladen darf, müssen diese Anweisungen wieder entfernt werden. Bzw. es dürfen dann nur noch bestimmte Seiten, die der Crawler nicht herunterladen darf, gesperrt werden, jedoch nicht die gesamte Website, wie im Beispiel oben.

Wer das nicht beachtet, riskiert bei den AdWords Kampagnen, dass die Anzeigen wegen einer nicht erreichbaren Zielseite abgelehnt werden. Bei den Shopping-Kampagnen kann Google im Merchant Center auch eine Fehlermeldung anzeigen:

Aufgrund einer Einschränkung für robots.txt können Produktseiten nicht gecrawlt werden.

Aus dem selben Grund kann Google auch keine Produktbilder lesen. Und das Crawling der Bilder kann bis zu drei Tage dauern. In dieser Zeit werden die betroffenen Produkte im Merchant Center abgelehnt und es können keine Shopping-Kampagnen geschaltet werden.

2. Website-Bestätigung in der Search-Console

Bleiben wir im Google Merchant Center. Wer hier den Feed für seine Shopping Kampagnen vorbereitet, muss die Website-URL bestätigen und beanspruchen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Für die Bestätigung ist der Upload einer HTML-Datei die gängigste Methode. Zusätzlich müssen die Shop-Betreiber die URL ihrer Website „beanspruchen“. Dafür wird oft

Wurde Ihre Domain bereits in einem bestehenden Google Search Console Konto bestätigt, lässt sich die URL im Merchant Center entsprechend einfach beanspruchen. Eine Anleitung für die beiden Schritte liefert Google in seinem Hilfe-Artikel.

Bei einem Shop-Relaunch sollten Shop-Betreiber nun darauf achten, dass diese beiden Schritte ggf. erneut gemacht werden müssen. Insbesondere wenn sowohl die URL-Bestätigung im Merchant Center als auch in der Search Console jeweils über HTML-Datei-Upload erfolgt (Anleitung in der Search Console Hilfe). Fehlt diese Datei nach dem Relaunch, wird zunächst die Google Search Console und dann auch der Google Merchant Center dies nach ein paar Tagen merken. Die Folge ist dann folgende Fehlermeldung:

Sie haben den Anspruch auf Ihre Website-URL verloren, da das mit diesem Merchant Center-Konto verknüpfte Google-Konto nicht mehr in der Search Console bestätigt ist.

Alle in Ihrem Google Merchant Center-Konto eingereichten Datenfeeds, die Links zu Seiten unter der obigen URL enthalten, werden automatisch abgelehnt und die hochgeladenen Produkte werden weder in Google Shopping noch bei anderen Google-Diensten angezeigt.

Damit werden die Shopping-Kampagnen auch gestoppt und der Shop-Betreiber verliert seine Umsätze.

3. Neue URL-Struktur

Manchmal wird beim Webshop Relaunch nicht nur das Design, sondern auch gleich das Shop-System ausgetauscht. Dies hat zur Folge, dass die URLs sich komplett ändern. Dies gilt insbesondere auch für Produkt-Kategorien-Seiten und auch für die URLs zu den einzelnen Produktseiten. Auch wenn dies manchmal gerechtfertigt ist und die neue URL-Struktur in vielerlei Hinsicht besser ist, sollen die Shopbetreiber auf folgendes achten: Ist keine Weiterleitung von den alten URLs auf die neuen eingerichtet, müssen alle Anzeigen in den Google AdWords (und auch BingAds) Kampagnen angepasst werden. Sonst werden ja sie ja automatisch abgelehnt. Und Google ist inzwischen sehr schnell bei der Erkennung von nicht funktionierenden Zielseiten. Tipps zu Weiterleitungen (auch als Redirects bekannt) und wie eingerichtet werden, gibt es zum Beispiel hier.

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